Auf die kleine dalmatinische Insel Mljet bin ich in durch meinen Reiseführer aufmerksam geworden. Nachdem ich mittlerweile schon einiges vom kroatischen Festland gesehen hatte aber noch keine einzige der vielen Inseln besucht hatte, war ich auf der Suche nach einer Insel. Wichtig war mir eigentlich nur, dass hier nicht so überfüllt war und ich an einem Tag alles sehen konnte. Somit fielen die größeren und bekannteren Inseln Kroatiens schon weg. Mljet, so las ich in dem Reiseführer, wurde auch “Grüne Insel” genannt und verfügte über einen großen Nationalpark. Die Insel Mljet ist mit gerade mal 98 km² groß, wovon ca. 70% Wald sind. Dank der vielen Nadelbäume ist es auf Mljet immer schön grün, selbst im Hochsommer. Da aus Mljet keinen Flughafen gibt, ist die einzige Möglichkeit dorthin zu kommen eine Fähre. Im Sommer gibt es mehrmals täglich Fährverbindungen zwischen dem Festland und der Insel Mljet. da ich nur einen Tag auf der Insel bleiben wollte und mir vor allem den Nationalpark Mljet ansehen wollte nahm ich eine der frühen Verbindungen und war so bereits morgens vor Ort. Die Fahrt dauerte nicht lange, gerade mal 40 Minuten. Ich hatte meinen Mietwagen auf dem Festland gelassen und wollte mir auf Mljet einen der lustigen Mietwagen in Form einer Maus ausleihen. Auf der Insel Mljet gibt es nur einen Mietwagenanbieter, der sehr ausgefallene Modelle anbietet. Seine Autos sind alle offen und sehr alt. Der Preis ist zwar recht hoch, aber ich wollte die Insel mit etwas außergewöhnlichem erkunden. Der kleine alte Wagen verbrauchte laut dem Vermieter erheblich mehr als ich erwartet hatte und es gab nur eine Tankstelle, die sich direkt am Hafen befindet. Da es auf der ganzen Insel lediglich 37 Kilometer Straße gibt und man auch im Nationalpark Mljet nicht mit dem Auto fahren darf ging ich davon aus das eine Tankfüllung reichen sollte.
Ich machte mich direkt auf den Weg zum Nationalpark Mljet. In meiner Tasche hatte ich diesmal auch Badesachen und Sonnencreme eingepackt, da ich aus meinem Reiseführer wusste, dass man im Nationalpark Mljet auch schwimmen gehen darf. Die beiden Seen des Nationalparks Mljet, der große und der kleine See, sollten ein paar Grad wärmer sein, als das Meer. Beide Seen werden vom Meerwasser gespeist und die Einheimischen sprechen ihnen heilende Kräfte zu. Gut gelaunt trat ich aufs Gas um etwas schneller zu fahren – und der Motor ging aus. Peinlicherweise mitten auf der Straße. Aber da kein Auto kam sah dies zum Glück keiner. Ich startete den Motor erneut, es dauerte eine Weile, bis er ansprang und ich war schon kurz vorm Verzweifeln. Das also hatte der Vermieter also mit “schwer zu fahren” gemeint. Nach einer Weile hatte ich den Dreh raus: der Wagen fuhr maximal 50 Stundenkilometer, dass allerdings nur bergab und wenn der Motor aus war… In diesem Tempo fuhr isch also zum Nationalpark Mljet. Da die Sonne schien, der Himmel strahlend blau war und die Landschaft einfach nur wunderschön war beschloss ich aus der Not eine Tugend zu machen und es als Sightseeingtour zu sehen. Da ich auf meinem Weg zum Nationalpark Mljet auf kaum ein anderes Auto stieß war die fahrt trotz der langsamen Fahrweise sehr schön und angenehm. Teilweise gab es Schilder, die eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h vorschrieben, daher war es gar nicht so schlimm, dass ich nicht schneller fahren konnte. Die wenigen Autos die auch Richtung Nationalpark Mljet fuhren grinsten mich und meinen lustigen Mietwagen gutgelaunt an.
Am Nationalpark Mljet angekommen kaufte ich ein Tagesticket, dass mich umgerechnet ca. 12€ kostete. Da ich noch recht früh dran war musste ich
warten, bis dass Schiff kam, dass uns Besucher
zu der Insel in der Insel Mljet fahren sollte. Die winzige Insel heißt Sveti Marija und ist die Hauptattraktion des Nationalparks Mljet. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten, das Schiff war ungefähr doppelt so voll, wie ich es für möglich gehalten hatte. In Deutschland wären wahrscheinlich deutlich weniger Passagiere mitgefahren. Wie auch immer, alles ging gut, auch wenn nicht alle sitzen konnten. Auf der Insel im Nationalpark Mljet angekommen sahen wir einen Laden, der Honig, Öle und weitere Souvenirs verkaufte. Ich ging zwar hinein, kaufte aber nichts. Dann gab es noch eine Kirche und ein Kloster, die beider jedoch umgebaut und restauriert wurden, so dass man sie nicht besichtigen konnte. Ich ging daher rasch weiter und kam zu einer sehr kleinen Kapelle. Hier brannte eine Kerze und auf dem Altar lagen sehr viele sehr persönliche Fürbitten. Teilweise handgeschrieben, teilweise auf dem PC, mansche auf rausgerissenen Seite von Collegeblöcken, wieder andere auf schönen Karten. Die Fürbitten waren auf englisch, kroatisch, deutsch und vielen weitern Sprachen verfasst. Mich persönlich machte sie sehr traurig, besonders die in denen es um unerfüllte Kinderwünsche oder tote Familienmitglieder ging. Daher bleib ich nicht sehr lange im Inneren und trat wieder in die bereits sehr warme Sonne die über den Bäumen des Nationalparks Mljet schien. Wieder draußen sah ich einen sehr klaren Seen. Bereits hier gingen einige Besucher schwimmen. Ich hatte noch keine Lust zu schwimmen, vor allem da man sich hier nirgendwo schön hinlegen konnte. Das Wasser hier war so klar, dass man viele Fische und andere Wassertierchen sehen konnte. Von den Stegen aus konnte man bis auf den Grund sehen. Nachdem ich alles gesehen hatte ging ich zu der Anlegestelle zurück. Bald darauf kam ein weiteres Schiff das zum Nationalpark Mljet gehörte und dieses brachte mich wieder zurück zur Hauptinsel und an den kleinen See. Das Wasser war mit nicht nur super sauber und schön warm sondern fühlte sich ganz weich an. Da der Nationalpark Mljet der erste Nationalpark war, in dem ich schwimmen ging blieb ich lange im Wasser und genoss die angenehme Abkühlung. Hier sah ich zum Glück keine Fische oder ähnliches. Der See ist nicht breit, so dass man von der einen Seite zur anderen schnell schwimmen kann.
Durch die vielen Bäume im Nationalpark Mljet konnte man sehr schöne und ausgedehnte Spaziergänge machen. Wer möchte kann sich ein Fahrrad, ein Kanu oder andere Sportgeräte ausleihen. Vereinzelt gibt es im Nationalpark Mljet Verkaufsstände, die Eis, Bücher über den Nationalpark und andere Souvenirs verkaufen. Ich machte mich zu Fuß gemütlich auf den Weg zurück zu meinem Auto und verbrachte so eine schöne erholsame Zeit im Nationalpark Mljet mitten in der Natur.
Nachdem ich nun den Nationalpark Mljet verlassen hatte machte ich mich auf den Weg zu den schönen Sandstränden von Mljet, über die sich gelesen hatte. Ich freute mich schon sehr darauf mich in den weichen Sand zu legen und nicht immer über spitze Kiesel zum Meer gehen zu müssen. Als ich ankam bot sich mir ein Anblick wie von einer Postkarte: ein gebogener fast weißer Strand, sanfte Wellen und nur wenige andere Besucher. Sobald ich mich hingelegt hatte und der erste Sand zwischen den Seiten meines Buch und in meine Strandtasche kam vermisste ich wieder die unbequemen Kiesstrände, die ich sonst von Kroatien kannte…trotzdem verbrachte ich hier schöne Stunden und blieb bis ich zurück zur Fähre musste.
Auf der Fähre ließ ich den Tag auf der Insel und im Nationalpark Mljet Revue passieren. Es war ein wunderschöner und erholsamer ruhiger Tag gewesen, allerdings wäre mir die Insel für einen längeren Aufenthalt eindeutig zu ruhig. Hier gab es kaum Besucher oder Sehenswürdigkeiten und auch nur ein oder zwei Restaurants. Die Läden waren recht teuer, da fast alles importiert werden muss. Der Tag auf der kleinen Insel und dem interessanten Nationalpark Mljet ist mir auf jeden Fall in guter Erinnerung geblieben.
Mein Fazit zum Nationalpark Mljet : Ein Besuch lohnt sich sehr, da man viel sehen kann. Für junge Leute wird es bei einem längeren Aufenthalt hier schnell langweilig werden









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