Dubrovnik

Dubrovnik- die Stadt im Süden von Kroatien die den treffenden Kosenamen “Perle der Adria” trägt ist sehr vielen ein Begriff. Auch ich hatte schon sehr viel über die Schönheit der Stadt und das unglaubliche Flair gelesen, von Freunden gehört oder auch im Fernsehen gesehen. Daher beschloss ich letzten Sommer das es nun an der Zeit war und ich Dubrovnik endlich selbst kennen lernen wollte. Ich hatte mich schon im Vorfeld gut über Dubrovnik informiert und mir genau überlegt was ich alles sehen wollte.

dubrovnik_kroatien_7 Schon vom Busbahnhof aus sah ich eine gewaltige Festung, sie gehört nicht zur Stadt ist aber Teil der fast 2 Kilometer langen Stadtmauer. Anstatt direkt in die Altstadt von Dubrovnik zu gehen entschloss ich mich die Festung, bei der es sich um die Lovrijenac-Festung handelte, zu besichtigen. Obwohl ich im August, der Hochsaison, da war, war die Festung recht leer. Der Eintritt lohnte sich auf jeden Fall, die untere Etage war zwar nicht besonders beeindruckend, aber je weiter ich nach oben ging umso mehr Details fielen mir auf. Die Festung ist sehr groß und sehr gut erhalten. Besonders gut hat es mir auf der Terrasse gefallen, von hier aus hat man einen sehr weiten Blick. Da es ein klarer Tag war konnte ich sogar bis zur Insel Lokrum schauen und auch auf die Stadt selbst hatte ich einen sehr guten Blick. Als ich genug die Aussicht genossen hatte machte ich mich wieder auf den Weg hinunter. Da dieLovrijenac -Festung auf einem Berg steht war der Aufstieg in der Sonne recht anstrengend gewesen. Wieder unten machte ich mich auf die Suche nach dem Eingang in die Stadt, dem Pile-Tor.

Mir strömten unglaublich viele Touristen entgegen und mindestens genauso viele wie Dubrovnik verließen drängten auch hinein. Das Tor selbst ist aufwändig gestaltet, aber um in die Stadt zu gelangen muss man noch über eine Brücke und durch ein weiteres Tor gehen. Die Brücke wurde früher abends hochgezogen, so dass keine unerwünschten Besucher nach Dubrovnik kommen konnten. Nachdem ich nun in Dubrovnik war fiel mir als aller Erstes ein Schild auf, dass die Fußgänger in zwei Richtungen dirigierte : auf der einen Seite verlässt man die Stadt und auf der anderen kommt man nach Dubrovnik. Direkt daran schließt sich der Stradun, die aus hellem Marmor bestehende Hauptstraße von Dubrovnik. Zu beiden Seiten stehen Häuser, in denen fast immer Cafés, Läden oder Touristeninformationen untergebracht sind. Ich hatte diese Straße zwar schon mehrmals beschrieben bekommen und auch auf Fotos gesehen aber ich war trotzdem überrascht von ihrer Größe und Schönheit. Schnurgerade verläuft sie bis zum Städtischen Glockenturm, wo sie endet. Obwohl es hier nur so von Touristen wimmelte fühlte ich mich nicht eingeengt, denn es war trotzdem genug Platz auf der breiten Straße. Direkt am Eingang in Dubrovnik steht ein großer prächtiger Brunnen, der Große Onofrio Brunnen, hier sieht man immer viele Menschen, die ihre Wasserflaschen auffüllen oder sich mit dem frischen Wasser abkühlen. 16 Tierköpfe speien Wasser in den Brunnen, der ein beliebtes Fotomotiv ist. Hier befindet sich auch das Büro, wo man Karten für einen Rundgang auf der historischen Stadtmauer von Dubrovnik machen kann. Ich musste mehr als einmal gucken bis ich den Preis glauben konnte: umgerechnet 10€ sollte der Rundgang kosten und das ohne Führung. Ich beschloss das Geld zu bezahlen und ich kann es wirklich jedem der sich in Dubrovnik aufhält nur empfehlen! Die Stadtmauer ist fast 2 Kilometer lang und teilweise bis zu 6 Meter breit. Hoch über den Dächern von Dubrovnik gewinnt man einen ganz neuen Eindruck der atemberaubenden Stadt. Der Aufstieg ist teilweise ziemlich anstrengend und sollte besser nicht in der Mittagszeit gemacht werden, davon kann ich aus eigener Erfahrung nur abraten. Man umrundet die gesamte Altstadt von Dubrovnik und kann immer wieder auf den breiteren Stationen halt machen und tolle Fotos schießen. Fast am Ende des Rundgangs erreicht man die Revlin-Festung, die somit ein interessantes Highlight der Tour bildet.

Wieder zurück auf dem Boden hatte ich doch etwas Hunger und machte mich auf die Suche nach einem Restaurant.

Ich fand schnell eins das gut aussah und einen schönen Blick auf die Altstadt von Dubrovnik hatte. Als ich mir allerdings die Preise auf der Speisekarte ansah entschied ich mich schnell um und war froh, dass ich mich noch nicht gesetzt hatte. Da in der näheren Umgebung alle Cafés und Restaurants ähnlich hohe Preis hatten dauerte es eine Weile bis ich mich für eine Pizzeria entschied, die nicht direkt am Stradun lag. Auch hier war der Preis für meine Pizza und die kleine Flasche Wasser erheblich teurer als ich es von Kroatien gewohnt war und sogar teurer als in Deutschland. Daher kann ich jedem der nach Dubrovnik kommt nur empfehlen sich außerhalb mit Essen und Getränken einzudecken, denn auch die Läden in der Altstadt von Dubrovnik zeichnen sich durch extreme Preise aus.

dubrovnik_kroatien_5 Nach dem Essen wollte ich mir eine kurze Verschnaufpause am Strand gönnen, stellte aber schnell fest, dass es in Dubrovnik keine schönen Strände gibt. Die meisten Einheimischen und auch Touristen baden etwas außerhalb der Innenstadt auf Badeplateaus aus Stein. Da hatte ich wenig Lust zu und machte mich deshalb zurück auf den Weg in die Altstadt von Dubrovnik um mir die weiteren Sehenswürdigkeiten anzusehen. Ich besuchte den Städtischen Glockenturm, dessen drei Uhren ich schon von weitem gesehen hatte und auch das Rathaus sah ich mir näher an. Nachdem ich einige Kirchen und Festungen besichtigt hatte stieß ich auf einen Hinweis zur Seilbahn von Dubrovnik und machte mich auf den Weg dorthin. Etwas seltsam und futuristisch mutet der Bau mit den orangen Kabinen schon an, aber ich war neugierig geworden und stellte mich mit in die Reihe. Als ich endlich in der Gondel stand war ich überrascht, wie viele Personen hier rein passten. Die Gondel fuhr wenige Minuten bis nach ganz oben auf den Berg Srd. Hier hatte ich einen super Blick auf Dubrovnik, die vorgelagerten Inseln und die Schiffe im Meer. Ich weiß zwar nicht mehr genau wie viel die Fahrt gekostet hat, es war aber nicht wenig. Trotzdem kann ich jedem nur empfehlen diese Fahrt zu machen, aber einmal reicht vollkommen aus.

Da es nun schon langsam dunkel wurde machte ich mich auf den Weg zu meinem Appartement. ich kann nur sagen, dass Dubrovnik meine Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen hat und ich einen wunderbaren Tag erlebt hatte. Da es in Dubrovnik an jeder Straßenecke etwas zu sehen gibt kann man hier mehrer Tage verbringen ohne sich zu langweilen. Leider ist die Stadt ziemlich teuer, nicht nur die Eintrittspreise sondern auch die Restaurants und Läden. Leider habe ich erst im Nachhinein erfahren, dass es eine Dubrovnik-Card gibt, mit der man richtig viel Geld sparen kann. Wer über einen Ausflug nach Dubrovnik nachdenkt sollte sich unbedingt darüber informieren.

Mein Fazit zu Dubrovnik: Dubrovnik ist definitiv eine Reise wert!

Bilder aus Dubrovnik

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